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Mal- und Gestaltungsatelier

Das Mal- und Gestaltungsatelier in einer Schule ist ein künstlerisches Angebot für die Schüler. Künstlerische und gestalterische Mittel sind ein ideales Medium mit Kindern und Jugendlichen fördernd zu arbeiten. Sie besuchen das Atelier je nach Bedarf ein bis zwei mal wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Schulstunden. Gearbeitet wird im Atelier unter fachkompetenter Anleitung zweier Atelierleiter in einer Kleingruppe von bis zu vier Kindern.

Hintergrund – Warum ein Atelier in der Schule?

Ästhetische Aktivitäten wie das Malen, Zeichnen, Plastizieren, etc. fördern die kreative Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt. Der spielerische, materialerprobende Anteil künstlerischen Arbeitens bietet ein Forum, in denen die Kinder ihre Phantasien frei entwickeln und malerisch umsetzen können. Dabei fordert die Bildnerei von den Kindern immer neue Auseinandersetzungsprozesse mit ihrem eigenen Tun. Sie beginnen ihre Fähigkeiten und Grenzen kennen zu lernen und auszuprobieren. Durch Versuch und Irrtum lernen die Kinder ihre Persönlichkeit immer besser kennen und entwickeln eine verbesserte Frustrationstoleranz. Unterschiedliche Zugangsweisen werden erprobt, eine neue Handlungsbasis mit erweiterten Perspektiven wird gewonnen.

Neben dem Schulalltag, in denen die Schüler bestimmten Ansprüchen gerecht werden müssen und Misserfolge erfahren, bietet das kindgerechte künstlerische Arbeiten einen Freiraum, der keinen vorgegebenen Leistungsanspruch beinhaltet. Sie lernen hier ihren eigenen Anforderungen gerecht zu werden, selbst gesteckte Ziele strukturiert zu erreichen und ihre dafür gefragten Verhaltensweisen zu steuern und anzupassen.

Die verschiedenen im Atelier zur Verfügung stehenden Materialien erfordern auf einer spielerischen Ebene gewisse Regeln und Bearbeitungsvorgänge von den „Künstlern“, die eingehalten werden müssen, um ein ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechendes Ergebnis zu erzielen; diese Umgangsmöglichkeiten und Erfolge spiegeln sich durch Transferleistungen in den einzelnen Bereichen des Lebens und Verhaltens in der Schule, Familie und Alltag des Kindes wieder.

Wichtig ist der ressourcenorientierte Ansatz des künstlerischen Angebotes, denn Ziel ist es, die Kinder in ihrem Tun und ihren Qualitäten zu fordern, neue Möglichkeiten aufzuzeigen und zu schaffen, um ihre Selbstständigkeit anzureizen.

Die Situation des Gruppensettings ermöglicht den Kindern und Jugendlichen soziale Regeln, eigene Grenzen und die der anderen zu erfahren, zu achten und zu lernen.

Dieser gruppendynamische Erlebnisprozess wird von den Atelierleiten begleitet und unterstützt.

Arbeit im Atelier

Gearbeitet wird im Atelier in einzelnen Schritten, die individuell auf jedes Kind angepasst werden. Verschiedene Materialien wie Guachéfarben, Holz, Papier, Ton, Gips, etc. stehen den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Es kann im Sitzen, Stehen, und auf dem Boden künstlerisch gearbeitet und experimentiert werden. Dabei wird der gesamte Bildentstehungsprozess von den Angebotsleiterinnen intensiv begleitet. Ohne fremdgesteuerten Leistungsdruck oder Wertung können Bilder und Werke ihrer Vorstellung entstehen. Das offeriert eine neue Handlungsbasis mit erweiterten Perspektiven. Der beim Malen und Werken erlebte Prozess eröffnet die Möglichkeit, Bildprobleme im Moment des Wahrnehmens anzugehen und sofort auf diese reagieren zu können. Die Kinder und Jugendlichen erfahren eine ganzheitliche Förderung im Handlungsspielraum Atelier.

Die entstehenden Werke wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen aus, was durch Ausstellungen, in denen ihre Werke eine große Wertschätzung erfahren, unterstützt wird.

Gruppenstärke: Bis zu 4 Kinder in einer Gruppe bei zwei Therapeuten

Umfang: 1,5 Zeitstunden entsprechend 2 Schulstunden als eine Einheit in der Woche

Ab 2005 mit finanzieller Unterstützung der Carl Richard Montag Stiftung für Jugend und Gesellschaft, Bonn

(www.carl-richard-montag-stiftung.de)

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